Neue Elektro-Ladestation am Fraunhofer IEM – Mitarbeitende laden kostenfrei
Wer klimabewusst handeln möchte, fängt am besten bei den täglichen Gewohnheiten an. Dienstreisen in OWL und deutschlandweit gehören am Fraunhofer IEM – außerhalb der Corona-Krise natürlich – zum Arbeitsalltag. Das Forschungsinstitut investiert nun in eine Ladestation für Elektroautos und ermöglicht seinen Mitarbeitenden kostenfreies Laden.

Das Fraunhofer IEM investiert in Elektro-Mobilität und Ladeinfrastruktur. Ab sofort befinden sich an der Zukunftsmeile 1 drei Ladesäulen (AC – Wechselstrom, 11 oder 22 kWh, mit je zwei Ladepunkten) und eine Schnelllade-Säule (DC – Gleichstrom, 50-100 kWh). Beide Säulentypen sind für das Aufladen von E-Autos geeignet.
»Wir freuen uns, den Wandel hin zu nachhaltiger Mobilität aktiv zu gestalten“, sagt Bernd Becker, Facility Manager am Fraunhofer IEM. »In einer elektromobilen Zukunft sind die Parkplätze von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ideale Standort für Ladestationen. Sie können so während der Arbeitszeit genutzt werden. Das bietet noch mehr Flexibilität im privaten Fahrverhalten und fördert die Akzeptanz der Elektromobilität bei Kollegen und Kolleginnen.“ In einer ersten Phase können zunächst Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Fahrzeuge laden. Das Fraunhofer IEM nimmt in diesem Jahr Elektroautos auch in die eigene Dienstwagenflotte auf. Für die Öffentlichkeit sollen die Ladesäulen perspektivisch ebenfalls zugänglich sein.
Kostenfreies Laden für Mitarbeitende
Möglich wird das Aufstellen der Ladesäulen durch das Verbundprojekt »LamA – Laden am Arbeitsplatz« der Fraunhofer-Gesellschaft, das mit Unterstützung des Bundeswirtschaftsministeriums die Förderung von Elektromobilität fokussiert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Fraunhofer IEM haben die Möglichkeit, mit ihrem eigenen Elektroauto an der Kampagne „Fahrten für Daten“ teilzunehmen: Ein freiwilliges Trackingsystem erfasst verschiedene Fahrtdaten (etwa den Stromverbrauch und die Reichweite), die für das Projekt LamA wertvolle Forschungsdaten zum Thema Elektromobilität darstellen. Im Gegenzug können sie die neuen Ladesäulen kostenfrei nutzen.
Zum Verbundprojekt LamA
Laut Umweltbundesamt lagen die Stickoxid-Emissionen in Deutschland in 2017 bei knapp 1,2 Millionen Tonnen pro Jahr, zusammen mit der Energiewirtschaft trägt der Verkehrssektor daran den größten Anteil. Im vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Projekt LamA sollen jährlich rund 100 Tonnen Stickoxide eingespart werden. Wichtiger Bestandteil ist der Aufbau von Ladestationen an 18 Fraunhofer-Standorten.
Die für den Ladeinfrastrukturaufbau avisierten Standorte liegen in Kommunen, welche den Stickstoffdioxidgrenzwert im Jahresmittel zum Teil erheblich überschreiten und in ihrer großen Mehrheit mit Vertragsverletzungsverfahren konfrontiert sind. Insgesamt werden 310 AC-Ladepunkte (bis 22 Kilowatt) und 28 DC-Ladepunkte (bis 150 Kilowatt) an 18 Fraunhofer-Standorten etabliert. In Stuttgart, Freiburg und Dresden werden Leuchtturmprojekte ausgebaut. Sieben Fraunhofer-Institute werden hier gemeinsam ihre Forschungsaktivitäten bündeln und die Ergebnisse für Interessierte zugänglich machen. Mit den Ergebnissen des Verbundprojektes LamA baut das Fraunhofer IEM sein Know-How rund um das Thema Elektromobilität weiter aus.